Parlor Snakes
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Parlor Snakes

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Rock aus Frankreich? Da fällt den meisten hierzulande vielleicht Téléphone ein, aber das ist lange her und dann noch Noir Désir, aber auch die haben sich schon vor 10 Jahren aufgelöst. Jedoch "dunkles Verlangen" - das passt gut als Stichwort für die Parlor Snakes. Diese französische Rockband, im Kern bestehend aus der Pariser Sängerin Eugénie Alquezar und dem New Yorker Gitarristen Peter K, zieht mit Vorliebe die düsteren Register des Rocks. Da darf der Blues nicht fehlen und auch nicht die Reanimation, die der Rock in den späten 70ern durch Postpunk & Wave erfuhr.

Sie folgen damit einer Spur, die von Bands wie The Cramps oder The Gun Club gelegt wurde, von Nick Cave eifrig beschritten und von dem Black Rebel Motorcycle Club auf Highway Format ausgewalzt wurde. Im Oktober 2019 legten sie mit "Disaster Serenades" (Hold On Music/Wagram Music) ihr drittes Album vor und diesmal werfen sie alles in die Schlacht als gelte es eine dunkle Macht zu besiegen. Wie auf den Vorgängeralben drängen große Gitarrenwände mit Furor nach vorne, um dann wieder fiebrig-atmosphärischen Passagen zu weichen und auch entrückt-poppige Melodien zuzulassen - ein gemachtes Bett für die Stimme Eugénie Alquezars, die mal stolz, mal katzenhaft die Szenerie überragt. Sie beherrscht eine Partitur, die vom Sirenengesang einer Siouxsie Sioux bis zur düsteren Dringlichkeit einer PJ Harvey reicht.

Das Leben von denen ihre Songs erzählen, kann sich in der Intimität einer spärlich besuchten Bar zu später Stunde abspielen oder inmitten eines Wirbelsturms in der Prärie, jedoch niemals als langer, ruhiger Fluss. Bei "Disaster Serenades" spürt man allerdings eine größere Entschlossenheit, mehr Präzision, mehr Düsternis, aber auch den Willen, die Zügel in die Hand zu nehmen. Von letzterem zeugt auch die Tatsache, daß sie bei diesem Album vom Songwriting bis zur Produktion alles alleine bewältigten. In Frankreich wurden sie schon vom Rolling Stone bis Les Inrocks gefeiert, als sie mit ihren ersten, von Matt Verta-Ray (Heavy Trash, Jon Spencer Blues Explosion) produzierten Alben, aufhorchen liessen.

Den Sprung über den Rhein machen sie nicht so häufig und umso glücklicher darf sich schätzen, wer einen ihrer Bühnenauftritte erleben darf. Genau wie der Titel ihres Albums inzenieren diese den Widerspruch: das süße Liebeswerben der Serenade und die panikhafte Furcht vor dem Disaster. So geschehen 2015 im Räng Teng Teng und 2017 im Slow Club. Wer sie bisher verpasst hat, bekommt hier eine weitere Chance. Wer sie an einem der beiden Orte gesehen hat, wird eh wieder kommen.
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