APOTHEOSE CORELLI: Marsyas Baroque
Tickets - Münster, Erbdrostenhof

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Wann
Sonntag, den
30. Januar 2022
16:00 Uhr
Preise
ab 24,00 EUR und Ermäßigungen
Wo
Erbdrostenhof
Salzstraße 38
48143 Münster
Info
Ermäßigungsberechtigt sind:

GWK-Mitglieder, Schüler, Studenten, Schwerbehinderte, Arbeitslose, Sozialdienstleistende.

Rollstuhlfahrer melden sich bitte direkt bei der GWK an. Tel: 0251-5913041 oder buero.gwk@lwl.org.

Die Ermäßigungsberechtigung ist am Einlass vorzuzeigen.
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APOTHEOSE CORELLI: Marsyas Baroque
APOTHEOSE CORELLI: Marsyas Baroque
Marsyas Baroque feiert das Barock und enthebt mit „Apotheose Corelli“ in die Höhen des Parnass. Als Geiger war Corelli ein Topstar, als Komponist war er Pop – schon zu Lebzeiten wurde er in Europa als „neuer Orpheus unserer Tage“ verehrt, im Pantheon in Rom ist er beigesetzt. Bis ins 19. Jh. waren seine Kompositionen die am meisten verlegten Werke der Musikgeschichte. Man liebte ihre Raffinesse und Delikatesse, Sanglichkeit und Anmut, Leichtigkeit, Ausgewogenheit und Eleganz.
Zahlreiche Komponisten huldigten Corelli: Telemann schrieb „Corellisierende Sonaten“, Bach die h-Moll Fuge über das Doppelthema des zweiten Satzes seiner Kirchensonate op. 3 Nr. 4, Schickhardt bearbeitete ein Concerto grosso aus seinem Opus 6. In Frankreich macht Couperin seinen Kollegen zum Gott. Er setzt Corelli in seiner großen Triosonate neben Apoll auf den Gipfel des Parnass, der Heimat der Musen. Zuvor ließ er den Römer – die Sätze tragen erzählende Titel – aus der Quelle Hippokrene trinken, deren Wasser begeistert: Göttlich ist Corelli inspiriert. Enthusiasmus, dem Walten eines Gottes in ihm, entspringt seine Musik. Von solcher Begeisterung ist es zum Wahnsinn nicht weit. Der jedoch fasziniert, kommt er als ästhetisch-künstlerisch beherrschte Exaltiertheit auf die Bühne: „La Follia“, Verrücktheit, ist das berühmteste Variationen-Thema der Musikgeschichte, eine so eingängig-schlichte wie packend-schöne Folge von Mollakkorden im Dreiertakt, die aus Spanien nach Italien wanderte. Die klassische Fassung stammt von Corelli. Gegen deren Noblesse setzt Vivaldi eine hochvirtuose, glanzvoll-rauschende Follia – und aus den Verrücktheiten der beiden Granden macht Marsyas Baroque seinen eigenen Remix.

Marsyas Baroque wurde beim Deutschen Musikwettbewerb 2019 ausgezeichnet, bekam den Sonderpreis Alte Musik der Ensemble Akademie Freiburg, gewann den 20. Biagio-Marini-Wettbewerb in Neuburg/Donau. Paula Pinn, Schülerin von Jeremias Schwarzer, Maurice Steger, Dorothee Oberlinger und Michael Form, ist GWK-Preisträgerin 2016.

Programm
APOTHEOSE CORELLI
Arcangelo Corelli (1653–1713): Aus der Sonata E-Dur, op. 4 Nr. 6
Georg Philipp Telemann (1681–1767): Sonata h-Moll, TWV 42:h3
François Couperin (1668–1733): Le Parnasse ou L’Apothéose de Corelli, Grande Sonade en Trio
Joh. Sebastian Bach (1685–1750): Fuge h-Moll über ein Doppelthema von Corelli, BWV 579
Arcangelo Corelli: Aus der Sonata C-Dur, op. 3 Nr. 8
Joh. Christian Schickhardt (1682–1762): Sonata IX F-Dur
Corelli/Marsyas Baroque: Pasticcio Sonata aus op. 5 und op. 2
Antonio Vivaldi (1678-1748) & Corelli: La Follia, RV 63 und op. 5 Nr. 12 g-Moll


Bildnachweis: Foppe Schut
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