Via Crucis - Der Kreuzweg Jesu - César Franck, Pawel Lukaszewski u.a.
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Via Crucis - Der Kreuzweg Jesu - César Franck, Pawel Lukaszewski u.a.

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César Franck, als versierter Titularorganist und genialer Improvisator an der Pariser Basilika Sainte-Clotilde bekannt, beeinflusste durch seine Lehrtätigkeit am Conservatoire zahlreiche Generationen von Musikstudenten. Er trug durch seine Kompositionen maßgeblich zur Verbindung des klassizistischen Musikideals mit der komplexen spätromantischen Harmonik bei. Seine berührende Vertonung der »sieben Worte Jesu am Kreuz« verschränkt neben musiktheoretischen Raffinessen ebenso zwei unterschiedliche Textgrundlagen. Franck bedient sich für eine spannungsvolle Gliederung ergänzend zu den überlieferten Evangelientexten weiterer Textphrasen des mittelalterliche Passionssequenz »Stabat mater« und stellt dem ganzen Werk schließlich den Klagevers »O vos omnes« voran. Die Worte Jesu werden durch kontrastreiche Chorpassagen und einen überaus farbigen Orchestersatz bildhaft zum Leben erweckt. Die Solisten klagen im Wechsel mit dem Chor, während zarte Flötenmelodien und himmlische Harfenarpeggien den Blick auf Ostern lenken.

Düsterer und emotionaler wirkt dagegen das große Oratorium »Via Crucis« von Pawel´ Lukaszewski. Der polnische Katholik drückt in seiner Klangsprache die ganze Härte und Brutalität des Passionsgeschehens aus. Schillernde Cluster und zagende Melodien werden unbarmherzig durch Gewaltausbrüche des großen Sinfonieorchesters übertönt. Die effektvolle Instrumentation und die lyrische Behandlung des Chors erinnern unweigerlich an Filmmusik epischen Ausmaßes. Das Werk orientiert sich an den verschiedenen Etappen des Kreuzwegs Jesu und nimmt den Zuhörer, einem mittelalterlichen Mysterienspiel ähnlich, mitten ins Getümmel auf die Reise zum Hügel Golgatha mit. Nach 14 leidensvollen Stationen und dem Sühneopfer Jesu am Kreuz bricht schließlich das österliche Licht vom Himmel: der zuerst düstere Eingangschor wandelt sich nun zum altkirchlichen, triumphierenden Osterruf »Christus vincit – Christus regnat – Christus imperat!«
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