Rodrigo Leão
Tickets - Hamburg, Fabrik

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Wann
Donnerstag, den
24. März 2022
20:00 Uhr
Preise
ab 39,50 EUR
Wo
Fabrik
Barnerstraße 36
22765 Hamburg
Info
Lieferung: no info
Rodrigo Leão
Rodrigo Leão
Fast zehn Jahre lang war Rodrigo Leão Teil des erfolgreichen portugiesischen Ensembles Madredeus. 1994 entschied er sich die Band zu verlassen, um sich seiner Solokarriere zu widmen. Doch Madredeus war nur eine der vielen Stationen des Musikers und Komponisten.
Während seiner unglaublichen, inzwischen 30 Jahre währenden Reise, nahmen international gefeierte Sänger*innen wie Beth Gibbons von Portishead, Neil Hannon von The Divine Comedy oder Stuart Staples von den Tindersticks seine Einladung an, auf seinen Alben und bei seinen Liveshows zu singen. Er tourte sowohl mit mit Ryuichi Sakamoto als auch mit Ludovico Einaudi in Portugal, Spanien und Italien.
Dennoch blieb Rodrigo Leão stets derselbe ruhig sprechende, bescheidene und talentierte Lissabonner. Seine ersten musikalischen Erfolge feierte er als Bassist der Indie-Rockband Sétima Legião. Danach wandte er sich dem Kammer-Pop von Madredeus und schließlich den neoklassischen Texturen seines frühen Solo-Materials und seinen einzigartigen, wehmütigen Popsongs zu. Auf letzteren waren Gastkünstler wie die Alt-Fado-Sängerin Lula Pena, der brasilianischen Star Adriana Calcanhoto, der Newcomer Thiago Pethit aus São Paulo oder Joan Wasser alias Joan as Policewoman und der australische Sänger Scott Matthew zu hören.
Mit seinen zahlreichen Talenten erkundete der stille Mann in den letzten Jahren neues und unerwartetes Terrain. Während er in einigen der legendärsten Konzerthallen der Welt live auftrat – u. a. im Barbican Centre (London), Palau de la Musica (Barcelona), Alhambra und Grand Rex (Paris), Melkweg (Amsterdam), Teatro Municipal do Rio de Janeiro oder dem Kennedy Center (Washington) – komponierte er drei große Filmsoundtracks, darunter für Lee Daniels´ Oscar-nominiertes Historiendrama The Butler mit Forest Whitaker in der Hauptrolle.
2014 wurde er eingeladen, die künstlerische Leitung der Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der portugiesischen Revolution von 1974 zu übernehmen. Aus dem Gratiskonzert auf den Stufen des Nationalparlaments von Lissabon entstand die Live-CD/DVD O Espírito de Um País.
Er schuf die Musik zur Installation Underwarter Forests des verstorbenen japanischen Künstlers und Aquarianers Takashi Amano und für die Ausstellung Brain - Vastet than the Sky im Lissabonner Gulbenkian-Museum. Außerdem produzierte er das Electronica-Album A Vida Secreta das Máquinas.
2015 veröffentlichte das renommierte Klassik-Label Deutsche Grammophon sein Album O Retiro, eine Zusammenarbeit mit dem berühmten Gulbenkian Orchestra and Choir aus Lissabon. Anschließend nahm Rodrigo ein komplettes Album mit dem in New York lebenden Singer-Songwriter Scott Matthew auf. 2016 folgte das zweite gemeinsame Album Life Is Long.
Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums seiner Solokarriere im Jahr 2018 veröffentlichte er die Doppel-CD O Aniversário, eine Retrospektive seiner größten Hits und Lieblingskompositionen, welche die erstaunliche Vielseitigkeit des Musikers offenbart. Des Weiteren erschien eine Neuauflage von Os Portugueses, dem Soundtrack, den er für die portugiesische TV-Dokumentationsreihe Portugal - A Social Portait geschrieben hatte.
Gleichzeitig tourte Rodrigo Leão wieder mit einer kleineren Band und begann, neues Material für sein nächstes Studioprojekt zu schreiben. O Método wurde vom gefeierten italienischen Komponisten Federico Albanese co-produziert, der ihm half, den schlanken, sauberen Sound zu finden, nach dem er gesucht hatte.

Das Album erschien im Februar 2020, doch wenige Wochen später zwang die Covid-19-Pandemie die Welt zum Stillstand. Die geplante Welttournee musste abgesagt werden und Rodrigo zog sich mit seiner Familie in sein Landhaus im Alentejo zurück. Während er viele Monate inmitten der Natur verbrachte, keimten allmählich neue Ideen in ihm auf.
In den anderthalb Jahren seit Beginn der Pandemie schuf und veröffentlichte Rodrigo Material, das er unter dem globalen Titel A Liberdade zusammenfasst, um das "Davor", das "Während" und das "Danach" des Lockdowns zu markieren.
O Método steht für das "Vorher". „Während" nahm Rodrigo allein die von den Klängen der Natur inspirierte EP Avis 2020 auf, die ausschließlich digital veröffentlicht wurde. „Danach“ erscheint sein neues, unerwartetes Album namens A Estranha Beleza da Vida, mit Gästen wie Kurt Wagner (Lambchop), Michelle Gurevich, Martírio, Surma oder Suso Saiz.
Das neue Album erscheint im Oktober weltweit via BMG, begleitet von dem A Liberdade Box-Set, das alle drei Alben enthält. Mit der Veröffentlichung von A Estranha Beleza da Vida und A Liberdade wird Rodrigo endlich auch wieder auf die Bühne zurückkehren. Am 22. März macht er Halt in der Fabrik in Hamburg.
Infos zur Spielstätte - Fabrik Hamburg
Fabrik Hamburg

Die Fabrik in der Barnerstraße in Altona gilt als das erste und wohl bekannteste Kultur- und Kommunikationszentrum in Deutschland. 1971 wurde sie von zwei Privatleuten in dem Gebäude einer ehemaligen, ca. hundertfünfzig Jahre alten Maschinenfabrik gegründet. Das Gebäude aus der Gründerzeit beeindruckt durch seine besondere Architektur: ein hoher, kirchenschiffartiger Raum mit einer Holzträgerkonstruktion und umlaufenden Galerien in den zwei Stockwerken, die einen Blick auf das Geschehen in der Halle ermöglichen.

Zum abendlichen Veranstaltungsprogramm mit Musik, Theater, Lesungen, Diskussionen, Ausstellungen u.a. finden sich Besucher aus ganz Hamburg und Umgebung ein. 1977 brannte die FABRIK bis auf die Grundmauern ab, wurde aber nach dem alten und beliebten Vorbild wieder aufgebaut und 1979 wiedereröffnet. Das abendliche Veranstaltungsprogramm ist breit gefächert und spricht unterschiedliche Zielgruppen an.


Berühmte Künstler und Interpreten waren in der FABRIK zu Gast. Mikis Theodorakis, Chris de Burgh, Miles Davis, Gil Evans, B.B. King, Nina Simone, die Blues Brothers, Meat Loaf, Miriam Makeba, Salif Keita, Screaming Jay Hawkins, Herbie Hancock, Etta James, Georges Moustaki, John Lurie, John Cale, John Zorn, Yothu Yindi, Eric Burdon, Maceo Parker, Meredith Monk, Mari Boine, Dizzie Gillespie, Chet Baker, Dino Saluzzi, Michel Petrucciani, Lee Ritenour, Chaka Kahn, Robben Ford, Henry Rollins, Calexico, Terry Callier, Pere Ubu, Tortoise, Esbjörn Svensson, Ten Years After, Sergio Mendes, Mike Stern, Candy Dulfer, Gilberto Gil, Gil Scot Heron, Al Di Meola, Kris Kristoferson, Jazz Crusaders, Mother´s Finest, Spyro Gyra, Koinonia, Sonny Rollins, Willy DeVille, Pere Ubu, Lucinda Williams, Bonnie "Prince" Billy, sind nur einige Beispiele aus der langen Liste großer, bekannter Gäste der FABRIK.

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