Postcolonial Poly Perspectives
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Postcolonial Poly Perspectives

Jetzt Tickets sichern und die außergewöhnlichen Auftritte im Rahmen des Festivals Postcolonial Poly Perspectives 2019 live erleben.

Dekolonisierung unseres Alltags – über zwei Spielzeiten hinweg, von April bis Dezember 2019, legt das Ballhaus Naunynstraße mit Postcolonial Poly Perspectives den Schwerpunkt auf den Alltag, auf künstlerische, aktivistische und theoretische Ansätze zur Dekolonisierung der Gegenwart.

Das Festival Postcolonial Poly Perspectives präsentiert Schwarze Perspektiven in den Künsten, Berliner Positionen, in Performances, Choreografie, Video, Literatur. Es zeigt die Vielfalt der Perspektiven als Strategie: Monoperspektivische Wahrnehmungs- und Deutungsmuster, tradiert und wirkmächtig, weiße Erzählungen erfahren Seitenblicke, Gegenbilder und vielfältige Brechungen. Die postkoloniale Matrix, wie sie engmaschig über Dingen, Sprechen, Verhalten liegt, ausweiten – dafür bietet Postcolonial Poly Perspectives Raum.

Kolonialismus ist ideengeschichtlich die Setzung eines Deutungsmonopols, die Reduktion der Welt auf eine Weltsicht. Jedes Wesen, jedes Ding soll demzufolge in dieser Perspektive erscheinen, dieser Perspektive unterworfen und entsprechend auf sie zugeschnitten sein. Wer oder was Bedeutung hat, was und wie es produziert wird, wer oder was zu welchen Zwecken benutzt wird, in welche Erzählung Mensch und Ding eingebunden werden, richtet sich nach dieser Perspektive, nach den Bedürfnissen dieser weißen, männlichen Instanz. Der Kapitalismus perpetuiert dieses Herrschaftsmonopol – bis jetzt. Artefakte in den Archiven, Werke der Kunst und Waren des Alltags, vor allem aber die Körper bilden die Kristallisationsflächen der perspektivierten Macht.

Postcolonial Poly Perspectives zeigt künstlerische, aktivistische, theoretische Methoden, die Körper, die Dinge der Kunst, der Warenwelt, der Archive aus der kolonial fixierenden Rahmung zu schieben und die Perspektiven zu vervielfältigen. Dieses „Festival der Überlänge“ setzt über sieben Monate

hinweg mit Panels, künstlerischen Arbeiten und Workshops Impulse. Performances von Bishop Black, Nasheeka Nedsreal, Duduzile Voigts, die choreografische Arbeit von Magda Korsinsky STRICKEN, Panels kuratiert von Julien Enzanza, Olani Ewunnet, Chima Ugwuoke, Jasco Viefhues und

viele weitere Mitwirkende bilden Prismen, die Postkolonialität der Lebenssituation von Schwarzen Protagonist*innen und People of Color in Berlin, die Fasern der segregierenden Mächte in die Banalität des Alltags hinein – bis in die eigenen vier Wände, in Essen und Trinken, Erben und Kaufen, in Spiel und Traum hinein – zu analysieren und Strategien der Transformation zu suchen, zu sammeln, zu erfinden. Der weitgestreckte Bogen will Raum geben; Raum für vielfache Begegnungen, Abweichung, Self-Care, Widerstand, Transformation. Vor allem aber zeigt Postcolonial Poly Perspectives die Gültigkeit der vielfältigen Perspektiven, nachdrücklich und wirkmächtig!
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