Eintrittskarte Tour M Spezial (mit Zeitzeugin E. Rudolph) - Unterirdisch in die Freiheit, Tunnelfluchten unter der Berliner Mauer
Tickets - Berlin, Berliner Unterwelten e.V., Badstr./Ecke Hochstr.

alle Termine dieses Events
Wann
Samstag, den
07. März 2020
10:30 Uhr
Preise
ab 25,20 EUR
Wo
Berliner Unterwelten e.V., Badstr./Ecke Hochstr.
Badstraße / Ecke Hochstraße
13357 Berlin
Info
Einheitspreis, keine Ermäßigung.

Bitte beachten Sie: Falls ein Zeitzeuge aus gesundheitlichen Gründen ausfällt, behalten wir es uns vor, die Tour mit einem anderen Zeitzeugen zu besetzen oder Ihnen vor einer Rückabwicklung des Ticketkaufs einen Ersatztermin anzubieten. Um Sie in jedem Fall informieren zu können, wird im Bestellvorgang von Ihnen mindestens eine gültige Telefonnummer benötigt, bestenfalls geben Sie zusätzlich auch eine E-Mail-Adresse an.
Lieferung: no info
Eintrittskarte Tour M Spezial (mit Zeitzeugin E. Rudolph) - Unterirdisch in die Freiheit, Tunnelfluchten unter der Berliner Mauer
Eintrittskarte Tour M Spezial (mit Zeitzeugin E. Rudolph) - Unterirdisch in die Freiheit, Tunnelfluchten unter der Berliner Mauer
Bei dieser Tour handelt es sich um die Tour M mit einer Zeitzeugin (Dauer 2,5 Stunden). Für die gewöhnliche Tour M (2 Stunden) sind Eintrittskarten nicht im Vorverkauf, sondern nur am Tag der Führung vor Ort erhältlich!

Die Eintrittskarte gilt ausschließlich für Tour M Spezial und nur zum angegebenen Termin und der angegebenen Uhrzeit. Kein Umtausch, Erstattung oder Rücknahme.

Bitte beachten Sie: Falls ein Zeitzeuge aus gesundheitlichen Gründen ausfällt, behalten wir es uns vor, die Tour mit einem anderen Zeitzeugen zu besetzen oder Ihnen vor einer Rückabwicklung des Ticketkaufs einen Ersatztermin anzubieten. Um Sie in jedem Fall informieren zu können, wird im Bestellvorgang von Ihnen mindestens eine gültige Telefonnummer benötigt, bestenfalls geben Sie zusätzlich auch eine E-Mail-Adresse an.

• Pro Bestellung können maximal 5 Eintrittskarten erworben werden.
• Warme Kleidung und festes Schuhwerk empfohlen (Innentemperatur in Teilbereichen der Tour ganzjährig ca. 10°C). Ein Teil der Tour findet im Freien statt. Die Führung dauert ca. 2,5 Stunden.
• Die Tour richtet sich von Inhalt und Anspruch an ein erwachsenes Publikum, welches mit der Thematik Kalter Krieg, Deutsche Teilung, Berliner Mauer vertraut ist. Sie ist daher nicht für Kinder und Jugendliche empfohlen. Kinder unter 7 Jahren können generell an unseren Führungen nicht teilnehmen.


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Inhalt der Tour:
Seit das SED-Regime im August 1961 die Berliner Mauer errichtete, gab es immer wieder Versuche, durch die städtischen Kanalisationsanlagen oder mittels selbstgegrabener Tunnel die tödlichen Sperranlagen zu unterqueren und so in die Freiheit zu gelangen. Das erste Tunnelprojekt »lief« im Oktober 1961, das letzte scheiterte im Jahre 1982. Insgesamt gab es mehr als 70 tatsächlich begonnene Fluchttunnelvorhaben, von denen jedoch nur 19 erfolgreich waren. Durch sie gelangten immerhin über 300 DDR-Bürger von Ost- nach West-Berlin in die Freiheit. Es gab spektakuläre Erfolge, Verrat und bitteres Scheitern. Bald entwickelte sich ein regelrechtes »Katz-und-Maus-Spiel« zwischen Tunnelbauern und der DDR-Staatssicherheit, unter zunehmend erschwerten Bedingungen für die Fluchthelfer und Fluchtwilligen.
In der zweistündigen Tour erzählen wir nicht nur die Geschichte(n) der Fluchttunnel. Auch die Berliner Geisterbahnhöfe, ihre scheinbar perfekte Sicherung gegen sogenannte Grenzverletzer und das Absperren der Kanalisation gegen unterirdische Fluchtversuche finden bei dieser Tour ausgiebig Erwähnung.
Nach dem Besuch der thematischen Ausstellungsräume in der Zivilschutzanlage Blochplatz geht es per »U-Bahn-Shuttle« zur Bernauer Straße, einem Brennpunkt des Mauerbaus und Schwerpunkt im Fluchttunnelbau. Auf einer Streckenlänge von nur 350 Metern wurden die Grenzanlagen hier siebenmal untertunnelt. Der hier besonders tief liegende Grundwasserspiegel ermöglichte das Anlegen von Fluchttunneln in großer Tiefenlage. Nahe diesen authentischen Schauplätzen der Geschichte geht es erneut in den Untergrund. In den historischen Gewölben der ehemaligen Oswald-Berliner-Brauerei berichten wir anhand von Tunnelnachbauten im Originalmaßstab sowohl von verratenen und gescheiterten Tunnelvorhaben als auch über die beiden erfolgreichsten und spektakulärsten Projekte aus der Zeit der Berliner Mauer, den »Tunnel 29« und den »Tunnel 57«.

Als neues Highlight ist seit November 2019 - acht Meter unter der Oberfläche - ein originaler Fluchttunnel von 1970/71 zu sehen. Dieser wird durch einen rund 30 Meter langen Besuchertunnel erschlossen, der vom Berliner Unterwelten e.V. in anderthalbjähriger Bauzeit in Eigenregie erstellt wurde. Es handelt sich um den einzigen echten Fluchttunnel, der heute noch zu besichtigen ist.

Dabei wird Eveline Rudolph von Ihren Erlebnissen berichten. Am 14. September 1962 gelang ihr nach vielen Monaten nervenaufreibender Wartezeit die Flucht durch den 135 Meter langen »Tunnel 29« von der Schönholzer Straße 7 zur Bernauer Straße 78.

Eveline Rudolph wurde 1941 in Berlin geboren. Sie wuchs in Ost-Berlin auf und absolvierte eine Ausbildung als Bibliothekstechnikerin an der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität. 1960 heiratete sie Horst Schmidt. 1961 wurde ihre Tochter Annett geboren. Horst Schmidt studierte an der Hochschule für bildende Künste in West-Berlin. Da er wegen des Mauerbaus am 13. August 1961 sein Studium nicht fortsetzen konnte, suchte er für sich und seine Familie nach einer Fluchtmöglichkeit. Trotz der geschlossenen Grenze gab es weiterhin Besuche von zwei engen italienischen Freunden und Kommilitonen aus West-Berlin. Es wurden viele Fluchtmöglichkeiten erörtert, und Ende 1961 entstand die Idee zum Bau eines Fluchttunnels, der von den beiden Italienern organisiert wurde. Das war die »Geburtsstunde« des späteren »Tunnel 29«, durch den ihr schließlich im September 1962 die Flucht gelang. 1965 wurde die Ehe geschieden. 1971 heiratete sie Joachim Rudolph, der von Beginn an maßgeblich am Bau des Tunnels beteiligt war. Von 1979 bis 1987 lebten Eveline und Joachim Rudolph aus beruflichen Gründen in Nigeria, seit 1987 wieder in Berlin.

Die Führung dauert ca. 2,5 Stunden.

Treffpunkt: Badstraße / Ecke Hochstraße, 13357 Berlin

Weiterführende Informationen unter:
https://www.berliner-unterwelten.de/fuehrungen/sonderfuehrungen/unterirdisch-in-die-freiheit-eveline-rudolph.html
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Anfahrt / Map
Was ist los in ...