Blaue Stunde - Charles Brauer (Lesung) & Eliot Quartett - Bühnengespräch mit Charles Brauer um 16:00 Uhr
Tickets - Einbeck, PS. Halle

alle Termine dieses Events
Wann
Samstag, den
19. März 2022
17:00 Uhr
Preise
ab 40,00 EUR
Wo
PS. Halle
Tiedexer Tor 3
37574 Einbeck
Info
Begleitpersonen von Personen mit Behinderung und Merkzeichen "B" im Ausweis zahlen bitte den Normalpreis.
Lieferung: no info
Blaue Stunde - Charles Brauer (Lesung) & Eliot Quartett - Bühnengespräch mit Charles Brauer um 16:00 Uhr
Blaue Stunde - Charles Brauer (Lesung) & Eliot Quartett - Bühnengespräch mit Charles Brauer um 16:00 Uhr
Coronabedingt muss und kann das Festival um ein Jahr auf das Wochenende
vom Freitag, 18. März 2022, bis Sonntag, 20. März 2022 verschoben werden.
Die Karten behalten ihre Gültigkeit, können aber auch zurückgegeben werden.
Hinweis: Kostenloser Livestream der Matinee am 21. März 21, 11 Uhr unter: www.kulturkrafttage.de/live


Charles Brauer & Eliot Quartett

Texte von Bertold Brecht, Erich Fried, Gottfried Benn, William Shakespeare u.a. und Musik für Streichquartett von Dimitri Shostakovitch, Joseph Haydn, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Arvo Pärt.

Streichquartett-Musik aus Haydn op. 76, Mendelssohn-Bartholdy a-moll op. 13, Shostakovich Nr.8 Arvo Pärt Da pacem/ Summa

Charles Brauer, Berliner, lebt im Baselland, spielt beim Film und am Theater seit seinem 11. Lebensjahr. 1956 engagiert Gustaf Gründgens ihn an das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg. Er bleibt dem Haus 20 Jahre verbunden, arbeitet mit Regisseuren wie u.a. Kortner, Lietzau, Peymann, Rudolph und Dieter Dorn, dem er für 7 Jahre an die Kammerspiele München folgt. Wichtige Arbeiten dort mit Ernst Wendt und George Tabori. Seit 1983 Gastspiele u.a. bei den Salzburger Festspielen, den Staatstheatern Hannover und Stuttgart, dem Theater Bochum und ist seit 2010 regelmässiger Gast am Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg mit dem Regisseur Gerd Heinz. Einem Millionenpublikum wird er bekannt in seiner Rolle als "Brocki"als Partner von Manfred Krug in 38 Folgen "Tatort"des NDR , 1985 -2000. Über 60 Hörbücher, aber er ist vor allem die Stimme der Bücher des John Grisham. Was er besonders gern macht, sind Lesungen wie z.B. jetzt bei den KULTURKRAFTTAGEN in Einbeck.

Das Eliot Quartett gründete sich im Sommer 2014 und zählt bereits zu den interessantesten und vielversprechendsten Streichquartetten der neuen Generation. Das international besetzte Ensemble – die Mitglieder stammen aus Russland, Kanada und Deutschland – gründete sich in Frankfurt am Main und ist Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Wettbewerbe. Vor allem im Jahr 2018 machte das Quartett mit einer Bilanz von insgesamt vier Preisen renommierter Wettbewerbe auf sich aufmerksam. So erhielt das Eliot Quartett den 2. Preis beim Mozartwettbewerb Salzburg sowie den 2. Preis beim Melbourne International Music Competition, gewann den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs mit 3 Sonderpreisen sowie den 1. Preis mit Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes von K. Szymanowski beim Karol Szymanowski Competition.

Ein weiteres Highlight 2018 war das Debüt im Mozarteum Salzburg im Rahmen der Eröffnungsgala der Mozart – Festwochen des Mozarteum Salzburg. Weitere Konzerte führten das Quartett nach Italien, Spanien, Belgien, Polen und England. Im November 2018 hatte das Eliot Quartett die Ehre, die Streichquartetttage im Holzhausenschlößchen in Frankfurt am Main zu eröffnen, wo es 2019 als erstes Quartett „in Residence“ eine eigene Konzertreihe gestaltet. In der kommenden Spielzeit freut sich das Quartett ausserdem unter anderem auf ein Gastspiel beim Bachfest Leipzig sowie auf einen gemeinsamen Auftritt mit Alfred Brendel im Rahmen eines Vortrags zu Schuberts Streichquartett D 887 G-Dur bei der Schubertiade in Schwarzenberg.

Seine Künstlerische Ausbildung begann das Eliot Quartett im Master-Studiengang an der HfMDK Frankfurt bei Hubert Buchberger und Tim Vogler sowie an der Escuela Superior de Musica Madrid in der Meisterklasse von Günter Pichler. Weitere entscheidende Impulse erhält das Quartett in der gemeinsamen Arbeit mit Alfred Brendel. Darüber hinaus sind die vier Musiker Stipendiaten der Villa-Musica Rheinland-Pfalz und arbeiteten in Meisterkursen mit Künstlern wie Valentin Erben, Oliver Wille und dem Mandelring Quartett.

Das Eliot Quartett ist nach dem U.S.-amerikanischen Schriftsteller T. S. Eliot benannt, der sich von den innovativen, späten Streichquartetten Ludwig van Beethovens zu seinem letzten großen poetischen Werk „Four Quartets“ inspirieren ließ und ist Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs.

Das Konzert ist gefördert durch den Deutschen Musikwettbewerb, ein Projekt des Deutschen Musikrats.


AUSSTELLUNG

Die KULTURKRAFTTAGE zeigen eine begleitende Ausstellung von Frank Stefan Kimmel mit Fotos und Interviewtexten prominenter Künstlerinnen und Künstler im PS.SPEICHER.

“Handgemachte Kultur, nicht künstlich oder synthetisch hergestellte, ist nur am Mann und der Frau und damit nur im Rahmen eines Liveauftritts überprüfbar. Die einzige Echtzeit, die einzige echte Verdichtung innerhalb einer bestimmten Zeit, ungeschnitten, ungeschönt, ist das Bühnenerlebnis. Es ist nicht nur dreidimensional, sondern vier-, fünf-dimensional: Es riecht, es hat eine andere Form von Gemeinschaftserlebnis, von Verbindlichkeit, von Sinnlichkeit, auch von Bedrohung und Zudringlichkeit. Die Bühne kann dreist sein, aggressiv werden, Unfassliches tun und rührend werden - und keine Konserve gibt das wieder preis.”

— Roger Willemsen

Ob Konzert, Theater, Tanz oder Lesung: Live-Auftritte gehören eigentlich zu den Selbstverständlichkeiten unseres kulturellen Erlebens. Erfahrungen, die uns in Echtzeit, ohne Bildschirm oder Pausentaste, in ihrer Direktheit ansprechen und bereichern. Doch wie sieht diese Form des öffentlichen Auftretens aus Sicht der Auftretenden aus? Was geschieht zwischen Auftritts- und Schlussapplaus aus Sicht einer Schauspielerin und Schauspielers, Musikerin und Musiker, Autor und Autorin oder einer Primadonna? Wie erleben sie sich und andere in dieser speziellen und für ihn oder sie gewissermaßen doch gewohnten Situation zwischen Anspannung und Flow, Glück und Selbstkritik, Authentizität und Inszenierung? Was bedeuteten diese Bühnenmomente für sie als Menschen?

Gerade in dieser durch Corona geprägten Zeit, werden wir zunehmend und notgedrungen mit kulturellen Streaming-Angeboten konfrontiert. Doch die Qualitäten und Unmittelbarkeiten des Live-Erlebens, auch und gerade in Gemeinschaft mit anderen, ist dadurch nicht zu ersetzen. Die Diskussion über den Wert von Live-Auftritten im kulturellen Kontext ist daher aktueller denn je und gewinnt unerwartet schlagartig an Bedeutung und Brisanz.

Die großformatig angelegte Ausstellung „AUFTRITT“ des in Göttingen lebenden Photographen Frank Stefan Kimmel beleuchtet anhand von Aufnahmen von 25 Künstlerinnen und Künstlern unmittelbar vor und nach deren Auftritt sowie von Texten aus Gesprächen mit den Beteiligten die Bandbreite dessen, was Auftreten vor Publikum so besonders und erlebenswert macht. Ergänzt wird dies durch nahe, zugewandte Portraitaufnahmen.

Einige der bei den Kulturkrafttagen Auftretenden sind auch unter denen am Ausstellungsprojekt Beteiligten, was den Ort der Ausstellungspremiere noch darüber hinaus als besonders geeignet erscheinen lässt (Martin Stadtfeld, Charles Brauer, Rhani Krija).

Zu dem an dem Projekt Beteiligten zählen u. a. Daniel Hope, Roger Cicero, Dominic Miller (Sting), Götz Alsmann, Manu Katché (Peter Gabriel), Ulrich Matthes, Roger Willemsen, John Scofield. Mit Charles Brauer, Martin Stadtfeld und Rhani Krija sind auch einige bei den KULTURKRAFTTAGEN auftretende Künstler hier näher kennen zu lernen.
Anfahrt / Map
Was ist los in ...