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Über die Steppen und die Meere, mit den Winden und den Zeiten, fliessen, fliegen und tanzen die Musiker auf ihrem Gefährt. Ein selbstgebautes Floss (Xala), das selber geschmiedete Segel gespannt (Stahlcello), stabilisiert und angetrieben vom Marimba.
Ihre Reise durch die Improvisation endet im Bauch des holzverkleideten Auditorium Stelio Molo.
Hier haben sie ihre musikalischen Gebinde nochmals gefasst, in fünf Stücke komponiert und rein akustisch aufgenommen. Und damit unserem Alltag Weite und Ewigkeit verpasst.

Die Musiker:
ANIA LOSINGER Bodenxylophon "Xala"
JAN HEINKE Stahlcello & Stimme
MATS ESER Marimba & Percussion


ANIA LOSINGER: Mit Hacken und Spitzen ihrer Schuhe, mit zarten und energischen Stößen elegant langer Stäbe, mit Fingern, Händen und Fäusten, mit ihrem ganzen Körper bringt die zugleich Tänzerin und Musikerin ihr einzigartiges Instrument zum Klingen:
Die Xala, dieses auch optisch beeindruckende, mehrere Quadratmeter große Boden-Xylophon.

Die Xala, das ist ein nur tanzend bespielbares Instrument, eine Symbiose aus Klangerzeuger und eigener Bühne, welches die multibegabte Künstlerin Ania Losinger (vormals u.a. Sportgymnastin im Schweizer Nationalkader, später Klavierlehrerin und gefeierte Flamencotänzerin internationaler Kompanien) zusammen mit dem Schweizer Instrumentenbauer Hamper von Niederhäusern entwickelt hat und das, schon auf Grund seiner beeindruckenden Größe, den ganzen Menschen braucht und fordert.
Die Aufführungen auf der Xala sind Konzert, Tanz und Theater in einem, kann doch die Musikerin ihr Instrument nur als Tänzerin zum Spielen bringen. Und die Tänzerin kann nur als Musikerin den Klangraum erschaffen, in dem sie sich tanzend bewegt. So wird aus Bewegung Musik, aus Musik wird Beschwörung, spannende Durchdringung, sinnlicher Zauber, metaphysische Magie.


MATS ESER.
Er bewegt sich mit seiner Tätigkeit als Musiker, Komponist und Produzent in einem breiten stilistischen Spektrum, hat dabei seine unverwechselbar eigene Handschrift gefunden. Sein besonderes Interesse gilt dem Reichtum der perkussiven Klänge und der Kunst, sie musikalisch in Szene zu setzen.
Als Multi-Instrumentalist kreiert er mit Marimba, Vibraphon, Fender Rhodes, Drums, selbst entwickelten Glasinstrumenten, erlesenen Becken und asiatischen Gongs immer neue und überraschende Klang-Mixturen.
Die daraus entstehende Musik hat längst alle stilistischen Grenzen überschritten und berührt unmittelbar.

Mit Ania Losinger lebt und arbeitet er in einem Atelierhaus im Kanton Bern, Schweiz. Sie begannen ihre intensive Zusammenarbeit im Jahre 2005 und entwickeln seitdem eigene künstlerische Ideen und Konzepte, welche als Konzertperformances, Kompositionen oder Musiktheater-Inszenierungen international zur Aufführung gelangen. Es entstand ihre erste gemeinsame Komposition "The Five Elements". Schon mit diesem Debut gelang es ihnen, ein unverkennbares klangliches Universum zu schaffen, das sehr schnell Veranstalter und Publikum im In- und Ausland zu begeistern vermag.
Sie musizieren auf Festivals und geben Konzerte in der Schweiz, in Deutschland und zahlreichen europäischen Ländern.


JAN HEINKE
Der in Dresden beheimateter Instrumentenerfinder, Klang- und Stimmenzauberer, Oberton- und Kehlsänger, bleibt auf der Suche und auf seinem ganz und gar eigenen künstlerischen Weg. Sein musikalisches Hauptthema ist nach wie vor die Begegnung von und die gegenseitige Bereicherung durch verschiedene Kulturen und Genres.
Europäische Wurzeln bis zurück zum frühen Mittelalter, melodisches Material aus Romantik, Popsong, Jazz, dazu Stimmenklänge aus verschiedenen Weltgegenden, dies alles und mehr verbindet er mit der bedachtsamen Langsamkeit des von ihm entwickelten Stahlcellos. In der entstehenden Musik liegen denn tief Vertrautes und musikalisches Neuland selbstverständlich am selben Weg. Und obwohl zwischen den einzelnen Bestandteilen seiner Musik räumliche und zeitliche Welten liegen, bringt er sie in großer Stimmigkeit und harmonischer Selbstverständlichkeit zusammen.
Im November 2019 erst war er mit einem Solokonzert in der Dreikönigskirche zu erleben gewesen (in einem Doppel-Konzert mit dem Ensemble Huun-Huur-Tu) - nun bringt er seine Freunde und Musikpartner, die er bereits seit vielen jahren kennt, aus der Schweiz nach Dresden, im Gepäck eine Musik, welche sie gemeinsam in Lugano entwickelt haben.
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